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Ikebana trifft Manga – eine Begegnung japanischer Kunstformen

Ikebana trifft Manga – eine Begegnung japanischer Kunstformen

Mit der besonderen Ausstellung „Ikebana trifft Manga“ feiern wir gemeinsam das 70-jährige Bestehen von Ikebana International. Gestaltet wird die Ausstellung vom Ikebana International Vienna Chapter und Alice Hoffmann in Kooperation mit Magic Flowers sowie den Abstraktionen von Otto Winkler „Sky“.

Eröffnung der Ausstellung:
Donnerstag, 17. September 2026, 19:15 Uhr

Öffnungszeiten der Ausstellung:
Freitag, 18. September 2026, 11:00-19:00 Uhr
Samstag, 19. September 2026, 11:00-16:00 Uhr
Sonntag, 20. September 2026, 11:00-16:00 Uhr
Montag, 21. September 2026, 13:00-17:00 Uhr
Dienstag, 22. September 2026, 13:00-17:00 Uhr

Ausstellungsort:
Kunst am Gang, Pfarre Rossau | Servitengasse 9, 1090 Wien, 1. Stock

IKEBANA INTERNATIONAL
Ikebana International ist eine weltweite Organisation, die 1956 in Tokio gegründet wurde. Ihr Ziel ist die Förderung des kulturellen Dialogs zwischen Japan und anderen Ländern. Als weltumspannende Organisation verbindet sie Mitglieder unter dem Motto „Friendship through Flowers“.

IKEBANA 生け花 – „Belebung der Blume”
Ikebana ist die klassische japanische Kunst des Blumenarrangierens. Ihr Ziel ist es, Blumen, Zweige und Blätter zur Geltung zu bringen und zugleich geistige Konzentration, Ruhe und Harmonie zu finden. Die Pflanzen machen den lebendigen Wandel der Natur sichtbar – etwa im Aufblühen von Knospen, in der Veränderung eines Arrangements oder in der Stimmung einer Jahreszeit. 

Das Arrangement ist verinnerlichte Natur: Es lässt die Stimmung einer Jahreszeit, den Charakter einer Landschaft und die Empfindungen der Gestaltenden anklingen. Nicht die größtmögliche Fülle steht im Mittelpunkt, sondern die Schönheit jeder einzelnen Blume. In dieser Konzentration auf das Wenige, Wesentliche, auf das Hier und Jetzt liegt der geistig-meditative Aspekt der Blumenkunst. Zugleich zeigt die Entwicklung des Ikebana den Wandel von Denkweisen und Lebensstilen unserer Zeit.

MANGA – „ungezwungenes, wunderliches oder spontanes Bild“
Manga sind japanische Comics, die Menschen jeden Alters begeistern; ihre Wurzeln reichen bis ins 18. Jahrhundert zurück. Seit den 1980er-Jahren verbreiteten sie sich in Frankreich, Italien und Spanien sowie in den deutschsprachigen Ländern. Damit bewirken sie weit mehr als einen neuen Comicstil: Sie wecken Interesse an der japanischen Sprache, Geschichte und Tradition sowie an weiteren Bereichen der japanischen Kultur – darunter Ikebana, Teezeremonie, Kalligrafie und Origami.

Manga und Ikebana verbinden auf unterschiedliche Weise Tradition und Moderne. Beide Kunstformen entstanden in Japan, entwickeln sich stetig weiter und laden dazu ein, Schönheit, Kreativität und die Harmonie zwischen Mensch und Natur neu zu entdecken.

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Ohara-Schule

Ohara-Schule

Seit Juli 2026 ist nun die bekannte Ohara-Schule bei Ikebana International Vienna vertreten!

Ohara Unshin gründete die Ohara-Schule im späten 19. Jahrhundert. Ursprünglich war er Bildhauer, wechselte seinen Beruf und begann mit Ikebana. Er reiste viel, erkundete das Osaka-Kobe-Gebiet und begann die Schönheiten der Landschaft in Arrangements auszudrücken.

Mit der Öffnung Japans und Rezeption der westlichen Kultur wurden die farbenprächtig leuchtenden westlichen Blumen importiert. Mit dieser Neuerung entwickelte Ohara Unshin den ersten genialen Schritt zum Moribana-Stil, der zum Landschaftsarrangement führte. Er entwarf und erzeugte weite, flache Schalen, die sich zum Arbeiten von Moribana eigneten. 1907 fand die erste öffentliche Ohara-Ikebana-Ausstellung statt. 1912 wurde die Ohara-Schule offiziell gegründet. Ohara Kōun folgte Ohara Unshin als zweiter Headmaster. Einen bedeutsamen Anteil an der Modernisierung hatte der dritte Iemoto Ohara Hōun in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, die als Strömung der zen-ei ikebana (Avantgarde-Ikebana) bekannt wurde. 

Vor Ohara Unshin wurden die meisten Werke in Vasen oder Schalen in vertikaler Form arrangiert. Dieses Ikebana hatte strenge Regeln und konnte nicht im freien Stil mit westlichen Blumen gearbeitet werden. Dann entdeckte Unshin den Moribana-Stil und revolutionierte Ikebana, indem er Tradition und neue Ideen vereinte. Verglichen mit der vertikalen Form schienen die Blumen bei Moribana in flachen, tellerartigen Gefäßen „aufgehäuft“, daher der Name des neuen Stils.

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Ausstellung im Servitenkloster im September 2026

Ausstellung im Servitenkloster im September 2026

Die Serviten sind ein katholischer Mönchsorden, deren Ordensniederlassung in Wien 1639 entstand. Das Servitenkloster wurde südlich um einen quadratischen Hof an die Servitenkirche angebaut. Die Servitenkirche Mariä Verkündigung ist ein frühbarocker Sakralbau und architektonisches Vorbild zahlreicher späterer Barockkirchen. 2009 hat der Servitenorden seinen Wiener Konvent in der Rossau geschlossen. 

„KUNST IM GANG“ ist eine kleine, feine Ausstellungsreihe im 1. Stock des Servitenklosters (Pfarre Rossau) in der Servitengasse 9, 1090 Wien. In den Fluren des historischen Gebäudes werden regelmäßig wechselnde Kunstprojekte, Malereien oder Fotografien gezeigt. Unsere Ikebana-Ausstellung im September erinnert an die Gründung von Ikebana International vor 70 Jahren in Tokio.

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